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Zu Gast beim NDR – “Iss besser!”

Am Sonntag war ich mit meiner Ernährungsexpertise zu Gast bei Tarik Rose, einem spitzen Koch aus Hamburg, in seiner Sendung “Iss besser”. Das Thema trifft den Kern unseres Problems für schlechte Ernährung: Zeitmangel. Tarik hat drei ganz wundervolle Gerichte gezaubert, die so easy peasy und schnell zubereitet wurden, dass ich diese auch gleich nächsten Tag nachkochen musste. Denn neben der schnellen und einfachen Zubereitung waren diese drei Köstlichkeiten auch herrlich gesund und leicht zu verdauen. Wie gesund die waren, verrate ich in der Sendung. Also gerne anschauen 🙂

“Iss Besser! Schnell zubereitet und gesund” Sendung vom 06. November 2016

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Rosenkohl und Krebs

Rosenkohl ist nicht von Beginn an jedermanns Leibgericht, darf sich mittlerweile aber zu den beliebtesten Kohlsorten zählen. Und das nicht nur in Europa. In Amerika erfreuen sich die “Brüsseler Sprossen” ebenfalls großer Beliebtheit. Seinen Anfang hatte der Rosenkohl im Jahre 1587, wo er in der Nähe von Brüssel von Gemüsebauern angebaut wurde. Heute wird der Rosenkohl in den Benelux Ländern, in Frankreich und in Großbritanien angebaut. Aus Deutschland kommen nur 15 % der Gesamtproduktion in Europa.

Bitter und buttrig beschreiben den Rosenkohl geschmacklich. Damit auch Kinder ihn mögen und auch die Verträglichkeit steigt, empfiehlt es sich die ersten Nachtfröste abzuwarten. Dadurch steigt der Zuckergehalt im Rosenkohl und der bittere Geschmack lässt nach. So ist die beste Zeit den Rosenkohl zu genießen ab Oktober/November.

Rosenkohl enthält wie alle Kohlsorten viel Vitamin C, dennoch von allen Sorten am meisten. Mit 115 mg Vitamin C auf 100 g Rosenkohl deckt man längst seinen Tagesbedarf. Verglichen mit dem Weißkohl hat Rosenkohl einiges mehr zu bieten. So hat Rosenkohl höhere Werte an:

  • Kalium
  • Eisen
  • Folsäure
  • Pro-Vitamin A
  • Vitamin K

In Bezug auf Krebs wurde herausgefunden, dass der Verzehr von Rosenkohl das Risiko für Krebsarten wie Lunge, Magen und Dickdarm senken kann.

Um die positive Wirkung von Rosenkohl im menschlichen Organismus zu untersuchen, wurde eine Studie mit 8 gesunden Teilnehmern durchgeführt. Alle 8 Teilnehmer bekamen für insgesamt 6 Tage täglich 300 g Rosenkohl zu essen. Es wurden am Anfang wie am Ende Blutproben entnommen, um Untersuchungen für bestimmte Schutzmechanismen durchführen zu können.

Der Ansatz ist wie folgt:

In den Leber-, Darm- und Blutzellen sind Enzyme enthalten, die am sogenannten “Entgiftungsstoffwechsel” beteiligt sind. Deren Aufgabe ist es, Fremdstoffe so zu verändern, dass diese besser und schneller ausgeschieden werden können. Nun gibt es Fremdstoffe wie die heterozyklischen Amine, die beim Grillen und scharfen Braten von Fleisch entstehen. Laut dem deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg stehen diese Amine schon lange unter Verdacht im Dickdarm Zellveränderungen vorzunehmen.

Statt das unsere Enzyme auch die fremdlichen Amine zu gunsten des Körpers verändern, entstehen stark reaktive Stoffwechselrodukte, die dann zu Schädigungen an Erbgut und Zellen führen – was wiederrum die Entstehung von Krebs nach sich ziehen kann.

In der genannten Studie konnte nun gezeigt werden, dass entweder die Blutzellen weniger von den Enzymen bilden, die für die Veränderung der Amine sorgen oder diese Enzyme schneller abgebaut werden. Dass bedeutet also, es werden weniger harmlose Amine in aktive gesundheitsschädigende Amine umgewandelt.

Wer also eine Vorliebe für gebratenes Fleisch hat, für den empfiehlt es sich, gerade jetzt zur Saison, mehr Rosenkohl zu verzehren. Oder besser Schmorgerichte und andere Zube-                     reitungsmethoden mit geringerer Hitzezufuhr bevorzugen.

Und wer Rosenkohl langweilig findet, für den ist dieses Rezept genau das Richtige:

Rosenkohl aus dem Ofen

  • 2 Handvoll Rosenkohl
  • 1 Apfel oder Birne
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Rohrzucker
  • 6 EL Balsamico Essig
  • 4 EL Olivenöl
  • Thymain (frisch)
  • Meersalz
  • getrocknete Cranberries
  1. Ofen vorheizen (Ober/Unterhitze 180-200°)
  2. Rosenkohl waschen und putzen, halbieren. Zwiebel, Apfel oder Birne würfeln. Das Obst sollte nicht geschält werden. Alles zusammen in einer Schüssel vermengen.
  3.  Zucker zusammen mit dem Olivenöl und dem Essig verrühren und den Rosenkohl damit marinieren. Salzen und den gehackten Thymian dazugeben.
  4.  Alles auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und im Ofen so lange garen, bis der Rosenkohl noch Bissfest, aber auch bekömmlich ist.
  5. Anschließend mit getrockneten Cranberries toppen.

Dazu schmeckt Ziegenkäse aus dem Ofen und Walnussbrot.

 

Quelle:

www.dife.de/presse/pressemitteilungen/?id=1076

www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2009/dkfz_pm_09_21.php

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In allem steckt was Gutes: Zimtschnecken

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Zugegeben eine leicht irreführende Werbung für Zimtschnecken. Dennoch gibt die Literatur einiges her. Wer schon mal Zimtschnecken gebacken hat weiß, dass nicht nur Zimt als Gewürz, sondern auch Kardamom verwendet wird. Zwei Gewürze, die vor allem in Indien in der ayurvedischen Küche Verwendung finden. Kardamom ist zum Beispiel Hauptbestandteil von Garam Masala auf deutsch “heißes Gewürz”, welches  in der indischen Küche für Gerichte mit Fleisch, Fisch, Gemüse und Reis eingesetzt wird. In den arabischen Ländern wird Kardamom zu besseren Verträglichkeit in den Kaffee gegeben.

In der Chinesischen Medizin wird davon gesprochen, dass Kardamom dem Organismus einheizt. Die “pathologische Feuchtigkeit umwandeln”, welche durch Überforderung der Verdauungsmechanismen entsteht. Ausgelöst durch zu fettreiche Mahlzeiten, Stress und Arbeitsbelastung. Wenn Kardamom wirkt, wird der Organismus erwärmt und Symptome rund um den Magen und Darmtrakt wie Blähungen, Völlegefühl und Verstopfungen werden gelindert. Dadurch steigt wieder die Leistung an und man befindet sich wieder im Einklang mit sich selber.

In Nordeuropa wird Kardamom vor allem in Süßspeisen verwendet. Aus Dänemark und Schweden kennt man die beliebten Zimtschnecken. Darin ist viel Kardamom enthalten. Wohl eher aufgrund der aromatischen Verbindung als für die Bewältigung von Magen- und Darmproblemen. Dennoch findet man hier und da auch in Schweden Kardamom im Kaffee.

Und Zimt?

Zwei Interessante Studien, um behaupten zu können, in allem steckt auch etwas Gutes.

Und warum?

In einer Studie mit 60 Typ-2-Diabetes Probanden konnte gezeigt werden, dass Zimt die Blutzuckerwerte und das Gesamtcholesterin verbessert. Dazu hat man 30 Männer und 30 Frauen in sechs Gruppen eingeteilt. Gruppe 1, 2 und 3 erhielten 40 Tage lang 1, 2 und 6 g Zimt. Gruppe 4, 5 und 6 erhielten Placebo Kapseln mit gleicher Menge Inhalt (kein Zimt) wie Gruppe 1, 2 und 3.

Nach 40 Tagen, wurde eine 20 tägige “Zimtpause”, eine sogenannte Auswaschphase durchgeführt.

Es wurden nach 0, 20, 40 und 60 Tagen Blutproben entnommen. Untersucht wurden die Blutzuckerwerte und die Cholesterinwerte LDL, HDL und das Gesamtcholesterin.

Nach 40 Tagen konnte in Gruppe 1, 2 und 3 festgestellt werden, dass sich die Blutzuckerwerte  um 18 – 29 % reduziert hatten. Das Cholesterin LDL um 7 – 27 % und das Gesamtcholesterin um 12 – 26 %. Keine statistisch relevanten Veränderungen konnten in den Placebo-Gruppen 4, 5 und 6 festgestellt werden.

In einer weiteren Studie konnte auch in gesunden Probanden festgestellt werden, dass nach Gabe von 6 g Zimt, verarbeitet in Milchreis, die Blutzuckerwerte weniger anstiegen, als bei der vorangegangenen Kontrollgruppe ohne Zimt im Milchreis. Dieses Ergebnis ist auf die ebenfalls beobachtete geringere Magenentleerungsrate zurückzuführen, welche einen großen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel nach dem Essen hat.

Fazit: Die Insulinantwort fällt nach einer Zimtreichen Mahlzeit geringer aus, als nach einer Zimtarmen Mahlzeit.

Das ist natürlich nun keine Freikarte, um unbegrenzt Zimtschnecken zu essen, denn neben Kardamom und Zimt enthällt die Zimtschnecke viel Zucker und Butter. Weswegen Sie ja auch so gut schmeckt. Und da es am Ende sowieso das ist worauf es ankommt: Guten Appetit!

Quelle:

Khan A. et al. (2003), “Cinnamon Improves Glucose and Lipids of People With Type 2 Diabetes”

Hlebowicz J. et al. (2007), “Effect of cinnamom on postprandial blood glucose, gastric emptying, and satiety in healthy subjects”

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Die Erbeere – in Kurzform

Jeder liebt sie und jeder will sie essen: Die Erdbeere. Nicht nur optisch ein kleines Wunder, sondern auch in Sachen Nährwert hat das rote Früchtchen einiges zu bieten. Dabei ist die Erdbeere botanisch gesehen gar keine Frucht, sondern eine Nuss. Der schöne rote Körper wird als Scheinfrucht bezeichnet, an der die gelben kleinen Körnchen, nämlich die „Nüsschen“, sitzen. Ob Nuss oder Frucht Erdbeeren gehören zum Sommer und liefern gerade mal 32 Kilokalorien pro 100 Gramm. Sie sind leicht verdaulich und decken mit nur 150 Gramm den Tagesbedarf an Vitamin C. Stärken das gesamte Immunsystem und sorgen im Sommer für einen raschen Ausgleich ausgeschwitzter Elektrolyte.

Top Inhaltsstoffe der Erdbeere:

  • Vitamin C – höher als der Gehalt einer Zitrone oder einer Orange
  • Folsäure – wichtig für die Zellneubildung, Neubildung roter Blutkörperchen, unentbehrlich für den Nervenstoffwechsel und wichtig als Schlüsselenzym zur Vorbeugung von Arteriosklerose
  • Polyphenole – sekundäre Pflanzenstoffe. Diese wirken antioxidativ, entzündungshemmend und antibakteriell.

Die Saison hat begonnen und auch wenn das ein oder andere Schälchen noch sein Preis hat: Es lohnt sich!

Mein jährliches Highlight: Noch die Spargelsaison nutzen und beispielsweise einen Salat aus grünen Spargel und Erdbeeren zaubern. Dazu ein leckeres Balsamico-Dressing und Pinienkerne, yum!

Und wenn die Spargelsaison vorbei ist habe ich hier noch ein hervorrangendes Rezept für den ein oder anderen lauwarmen Sommerabend.

Rezept: Salat mit Erdbeer-Dressing

–   1 Avocado
–   250 g Spinat
–   200 g Erdbeeren
–   60 g Ziegenfrischkäse
–   20 g Pinienkerne
–   2 EL Himbeeressig
–   2 EL Olivenöl
–   1 EL Honig
–   Pfeffer & Salz

Den Spinat gut waschen, die Avocado von Schale und Kern befreien und in Scheiben schneiden. Pinienkerne in einer Pfanne kurz rösten. Ein paar Erdbeeren vierteln und alles zusammen mit dem Ziegenfrischkäse auf einer großen Platte anrichten. Für das Dressing die restlichen Erdbeeren mit dem Essig, Öl und dem Honig pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und über den Salat verteilen.

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Kaffee – Gold gesund

“Coffee is always a good idea”

Immer wieder steht Kaffee im Fokus der Gesundheit oder eben in der Kritik. Im Zeitalter von Starbucks & anderen Coffee-Shops fragt man sich ja schon, ist das noch Gesund?

Die Veröffentlichung von mehreren Hundert neuen wissen-schaftlichen Studien jährlich macht Kaffee zu einem am besten untersuchten Lebensmittel. Das Fazit aus vielen Studien, zusammegefasst durch das Deutsche Grüne Kreuz e.V., ist gar nicht mal so schlecht und lässt viele Kaffeetrinker aufatmen. Die gesundheitsfördernde Bedeutung wird vor allem auf das im Kaffee enthaltende Koffein und auf die enthaltenden Antioxidantien zurückgeführt. Oftmals sind die Ergebnisse nur Beobachtungen und Tendenzen positiver Zusammenhänge und die Frage nach dem Warum bzw. der Wirkmechanismen ist häufig noch ungeklärt. Dafür werden dann wieder Therorien aufgestellt und entsprechend weitere Studien durchgeführt.

Die Wirkungen von Kaffee im Überblick

  • Positive Auswirkungen auf Diabetes-Typ-2 und der Insulinsensitivität (Effekt und Wirkung werden in aktuellen Studien weiter untersucht)
  • Vorbeugende Effekte auf Morbus Parkinson und Alzheimer Demenz
  • Langfristig positive Veränderung bei Bluthochdruck
  • Schützende Wirkung auf das Schlaganfall-Risiko
  • Vermutet wird ein schützender Effekt bei Leberzirrhose und ein verringertes Risiko für Gallen- und Nierensteine
  • Kein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Krebs
  • Protektiven Einfluss auf bestimmte Krebserkrankungen vor allem Leberkrebs und Endometriumkrebs (mehr als 500 ausgewertete Studien (Arab, L. Nutrition and Cancer, 2010)
  • Kein bestehendes Abhängigkeitspotenzial (WHO). Es wird eher von Gewöhnung und Toleranz gegenüber dem Koffein gesprochen

Die aufgeführten Effekte, Wirkungen und Vermutungen sind das Fazit diverser Studien, Metaanalysen und Reviews. Auf www.kaff ee-wirkungen.de sind die Einzelnachweise zu finden und weitere Informationen zum Thema Kaffee Gesundheit ausführlich beschrieben.

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Ausprobiert: Grüner Smoothie

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Schon lange ist in den Medien vom “Grünen Smoothie” zu lesen und mittlerweile sind diese auch in den Regalen der Supermärkte zu finden. Doch zwischen gekauft und selbst hergestellt, bestehen auch hier erhebliche Unterschiede. Nach ein wenig Recherche, gibt es unterschiedliche Angaben, wie viel “Grün” in einem “Greensmoothie” stecken sollte. Im Mittel sollten es rund 50 % Grünzeug sein und der Rest Wasser und Obst. Vergleicht man die Werte mit der Zutatenliste aufsteigender Smoothie-Hersteller zählt man gerade mal 15 % an grünen Blättern zusammen.

Warum sind grüne Smoothies so gesund und im Zeitalter von Detox & Co nicht mehr wegzudenken?

Das Chlorophyll soll schuld sein.

Chlorophyll ist ein chemische Verbindung,  die nicht nur dem grünen Blattgemüse die Farbe verleiht sondern gesundheitsfördernde Effekte hat. Dazu zählt vor allem:

  • Bildung neuer Blutzellen durch den hohen Eisengehalt
  • Entgiftung von Toxinen wie Pestizide und Schwermetalle
  • Förderung der Wundheilung und eines guten Immunsystems
  • antioxidative Wirkung – Angriff auf freie Radikale, verursacht durch Stress, Sport, Nikotin und anderen äußerlichen Faktoren
  • Unterstützung und Verbesserung der Muskel- und Nervenfunktion – durch das enthaltende Magnesium. Außerdem wird die Vitamin D Absorptionsrate erhöht

Natürlich enthalten grüne Smoothies auch weitere wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Das liegt an der gesunden Zusammensetzung. Letztendlich würde man diese sicherlich auch mit einem großen, frischen und bunten Salat aufnehmen, aber eben nicht auf diese schnelle, einfache und leckere Art&Weise.

Fazit: Grüne Smoothies können einen gesunden Beitrag im Alltag leisten und geben dem Körper auf unkomplizierte Weise viele Nährstoffe, um physisch als als auch mental Leistungsstark zu bleiben. Viele Menschen haben Schwierigkeiten die empfohlenen Gemüseportionen im Alltag unterzubringen. Möglicherweise ist der selbst hergestellte grüne Smoothie eine Chance dieses zukünftig umzusetzen.

Ein einfaches und schnelles Rezept (Foto)

  • 60 g Baby Blattspinat
  • 80 g Feldsalat
  • 1 Banane
  • 1 Apfel
  • 200 ml Wasser

Alles zusammen in einem Saftmixer, Thermomix oder ähnlichem geben und zu einen dicklichen Saft mixen. Ist der Smoothie zu breiig, gibt man noch etwas Wasser hinzu.

 

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Liebe Geniesser,

herzlich Willkommen auf meiner Website, Ihrem Weg zu mehr Genuss und Gesundheit.

Bei dem Wunsch nach weiterführenden Informationen freue ich mich über eine Kontaktaufnahme.

Herzliche Grüße
Kerstin Jensen